Kunst ohne Grenzen.

Poesie

Mein Gebet

Große Mengen liefen zusammen, um die Stille zu töten.
Sie schreien, jubeln, rauchen, um die Sonne zu verdecken.
Mir rauscht es im Kopf, dass ich dich nicht mehr höre,
Ich bete, dass sich das alles schon dem Ende neigt.

Die Masse prägt das Mittelmaß, statt großer Schwung,
In ein Labyrinth verirrte sie sinnlose Arbeit,
Sie läuft blind dem goldenen Pokal entgegen –
Denn das zahlt sich heut am meisten aus.

Klingendes Glas im tiefen Saal,
Alles kocht, braut sich und surrt,
Die Anderen, Kleineren sind schon ausgestorben
Auf dem farblosen, sie umgebenden Regenbogen.

In diesem fürchterlichen Tumult wollte ich in den Himmel gehen,
Ich bitte Dich o Dornenreiche, sei Du mein Wegweiser,
Nicht mehr könnte ich brauchen,
Nur Dein Geleit durch diese Verstrickungen.

Krystyna Meduna

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