Kunst ohne Grenzen.

Poesie

Das Bild

Ich male ein Bild in meiner Erinnerung:
In der stillen Harmonie goldener Felder
Pflücke ich Kornblumen für den herrlichen Kranz,
Welchen ich mit Reue und Gebet
beim Marterl am Wegesrand niederlegen werde.

Ich gehe am duftenden Pfad beim kristallenen Bach,
Wo im Rausche Libellen und bunte Schmeterlinge
Im purpurnen Glanz der untergehenden Sonne tanzen,
Welche sich schon schläfrig vom Himmelblau
und dem Grün der prachtvollen Blumenhügel verabschieden.

Merke dir dieses ersehnte, sich allmählich verwischende Bild,
Das im Dunkel meiner Erinnerung von dannen geht,
Samt des abgetretenen Pfades und dem Marterl,
Geschmückt in sonnenglänzendem Safir der Blumen
Und geheimnisvoll säuselnder Luft von Schmetterlingsflügeln.

Es vergehen die Jahre, alles verwischt sich langsam,
Nur dieses geheimnisvolle Bild erinnert mich
an dein verschmitztes, genüssliches Lächeln und verträumte Augen,
Berauscht voll Schönheit der Lichter des Regenbogens,
welche sich im Glanz der zauberhaften Wiesen und Haine spiegeln.

Krystyna Meduna

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