Kunst ohne Grenzen.

Poesie

Frau sein…

Frauen sind wie blumenvolle Wiesen,
Bunt, duftend und zart,
Doch gibt es auch Disteln gleichende,
Schön und stolz, tapfer – doch stachlig auch.
Hier sei Vorsicht dann geboten,
Denn verletzen kann man sich sehr.
Spaziere auf der Wiese umsichtig daher,
Gib auch Acht, nicht zu zertreten
die Zarten, Subtilen und Empfindlichen.

Immer, wenn die göttliche Sonne erstrahlt,
Erheben all die Blumen voll Durst nach Lebensenergie
Ihr Haupt zur klaren Helligkeit,
Um aus ihr Kraft und Freude zu schöpfen.
Später beglückt, bezaubert durch ihre Schönheit,
Zeigen sie ihre Pracht mit Sorglosigkeit,
All jene bestechend, die nach vollem Leben dursten.

Die duftenden Kräuter heilen,
Frisch und saftig nähren sie die Tiere,
Inspirieren zu kreativer Tat,
mit ungeahnter, zauberhafter Kraft bestärkend.
Unser manchmal welkes und schon leises Herz
Erfüllen sie mit wahrer Liebe, Güte und Wonne.

Hat man Blumenwiesen denn je verhüllt?
Dass man die Natur nicht atmen ließe,
Man kranken Blumen Sonne, Wasser, Luft verwehre,
Man sie zerstöre und der Natur ganze Ordnung vertilge,
Man sie zu monotonem Grau und Hässlichkeit auch zwinge,
Und so den Menschen entwürdige,
Dass er nicht mehr denken, schaffen kann,
Nur töten aus wildem Neid.

Es geht nicht zu leben ohne der Sonne, dem luftigen Wind,
Der blauen Wellen kristallenen, gesunden Wassers,
Der Weite, Freiheit und wahren Liebe.
Betrachte gut die duftenden Blumen auf der Wiese,
Lerne von ihnen des Lebens Weisheit
Und erschaffe dies ersehnte, bunte Land
voll herrlicher, vollkommener Träume.

„4.3.2011 „100 Jahre österreichischer Frauentag, 150. Ausstellung Kunstgalerie Meduna“

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